Diskussionsveranstaltung der Sickter GRÜNEN

„Auskömmliche und zukunftsfähige Landwirtschaft in bäuerlicher Hand“

Der Einladung des Ortsverbandes Samtgemeinde Sickte von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Diskussionsveranstaltung „Zukunft der Landwirtschaft“ ins Beeke-Hus in Dettum waren grüne Mitglieder sowie interessierte Einwohnerinnen und Einwohner – darunter mehrere Landwirtinnen und Landwirte – gefolgt. In einer offenen, von gegenseitiger Akzeptanz getragenen Diskussion wurden die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft erörtert sowie über notwendige Veränderungen gesprochen. Trotz einiger unterschiedlicher Vorstellungen - z.B. über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat - gab es in vielerlei Hinsicht Übereinstimmung bezüglich notwendiger struktureller Veränderungen.

Carla Proetzel von der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) stellte zu Beginn einige aktuelle Probleme dar, die sich für die Landwirtschaft stellen. Dazu gehören bürokratische Rahmenbedingungen, mangelnde Verlässlichkeit bei der Gesetzgebung, die bevorzugte Förderung großer Betriebe, die Macht der Supermarktketten, die geringe und wirtschaftlich nicht ausreichende Bezahlung in der Landwirtschaft sowie die Dominanz von außerlandwirtschaftlichen Investoren.

Ortsverbandssprecher Holger Barkhau erläuterte in Vertretung für den erkrankten Landtagsabgeordneten Pascal Leddin die Landwirtschaftspolitik der niedersächsischen GRÜNEN, die in einem gemeinsamen Antrag mit der SPD-Fraktion im Landtag ihren Niederschlag gefunden hat. Dort wird eine auskömmliche und zukunftsfähige Landwirtschaft in bäuerlicher Hand gefordert. Im Einzelnen bedeutet dies: bezahlbare Flächen, Abbau von Bürokratie, Stärkung von Existenzgründungen und Hofnachfolgen, mehr Direktvermarktung und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Naturschutzverbänden und Politik. Auf Bundesebene setzen sich die GRÜNEN u.a. ein für Alternativen zum Diesel, Finanzierungskonzepte für Tierwohlanforderungen, eine stärkere Position der Landwirtschaft im Lebensmittelmarkt, faire soziale Bedingungen und Umweltstandards im globalen Wettbewerb, die Beibehaltung der Gentechnikkennzeichnung und einen steuerlichen Ausgleich bei schwankenden Betriebsergebnissen.

In der Diskussion, an der sich die in der Landwirtschaft Tätigen aktiv beteiligten, wurde unter anderem auf die schwierige Marktlage von Biobetrieben, bürokratische Hindernisse sowie die Weltmarktabhängigkeit der Landwirtschaft eingegangen. Einigkeit bestand darin, dass die Erhaltung der Artenvielfalt und gesunder Böden den grundlegenden Interessen sowohl der Landwirtschaft als auch des Natur- und Umweltschutzes entspricht. Der Dialog zwischen den Sickter GRÜNEN und der regionalen Landwirtschaft soll fortgesetzt werden.



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