Informationsveranstaltung der Sickter GRÜNEN

„Photovoltaik rechnet sich“

„Photovoltaikanlagen sind wirtschaftlich, machbar und sinnvoll“ – mit dieser Aussage fasste Thomas Röver, Referent bei der Veranstaltung „Solarenergie für alle“, seine Erfahrungen zusammen. Der Geschäftsführer der Firma Friese und Röver, die seit 25 Jahren im Bereich Solartechnik tätig ist, machte sich besonders für Dach-Photovoltaikanlagen stark: „Es handelt sich bei Photovoltaik (PV) um eine bewährte, robuste und langlebige Technik. Sonnenenergie ist ausreichend verfügbar, ohnehin versiegelte Flächen werden genutzt und es gibt keine Umweltbelastungen und CO²-Emissionen. Wenn der Eigenverbrauchsanteil hoch ist, erzielen PV-Anlagen eine gute Wirtschaftlichkeit.“ Thomas Röver rechnete an einem Beispiel vor, dass sich eine PV-Anlage mit 30% Eigenverbrauch und 70% Einspeisung in das Stromnetz bereits nach 10 Jahren amortisiert – und das bei einer Lebensdauer der Anlage von 25 – 30 Jahren.  Durch die von der Ampel-Regierung verbesserte Förderung von PV-Anlagen lohne sich die Installation dieser Technik jetzt besonders: Die Mehrwertsteuer sei auf 0% gesetzt, die Einspeisevergütung von 6,4 auf 8,2 Cent je Kilowattstunde erhöht und das Steuerrecht vereinfacht worden.

Der Referent machte deutlich, dass Photovoltaik besonders im Zusammenwirken mit einer Wärmepumpe, für deren Betrieb Strom benötigt wird, sinnvoll und wirtschaftlich ist. Auch für das Laden von Elektroautos kann der selbst erzeugte Strom verwendet werden. In einem Rechenbeispiel für einen Neubau zeigte Thomas Röver auf, dass es möglich ist, mit einer Photovoltaikanlage das Gebäude, eine Wärmepumpe sowie zwei Elektroautos mit Strom zu versorgen und somit zu einem „bilanziellen Nullenergiehaus“ zu gelangen.

Skeptisch zeigte sich der Referent bezüglich eines Speichersystems. Die Anschaffung eines Speichers sei sehr kostspielig, die Amortisationszeit mit ca. 24 Jahren sehr lang. Sein Fazit: „Ein Speicher lohnt sich nicht“. Auch hinsichtlich einer Neuinstallation von solarthermischen Anlagen zur Warmwassergewinnung und von Balkon-PV-Anlagen war er skeptisch. Sinnvoller sei es, die Dachflächen zur Erzeugung von Strom zu nutzen, wenn die Möglichkeit dazu bestehe.

In der angeregten Diskussion auf der gut besuchten Veranstaltung wurde deutlich, wie hoch die Motivation vieler Menschen ist, angesichts des Klimawandels und der zukünftig weiter steigenden Kosten für fossile Energien nach umweltschonenden und wirtschaftlichen Alternativen zu suchen. Der Photovoltaik und der Wärmepumpentechnik gehört die Zukunft im Gebäudesektor – bei den Teilnehmenden an der Diskussionsveranstaltung war dies unstrittig.



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