Grüner Dialog zur Gestaltung der Ortsmitte

„Gesamtstrategie für Sickte notwendig“

Auf reges Interesse stieß der „Grüne Dialog“ zur Gestaltung der Ortsmitte in Sickte. Zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner wollten sich über die anstehenden Veränderungen, die bisherigen Planungen und den rechtlichen Rahmen informieren sowie über Anregungen und Ideen austauschen.

Der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Sickter Gemeinderat, Holger Barkhau, erläuterte die anstehenden Planungs- aufgaben in Sicktes Ortsmitte: „Wir reden über das Gelände des alten Edeka-Marktes, aber auch über die Grundstücke, auf denen sich jetzt noch das Feuerwehrgerätehaus und die Post befinden. Es geht ebenfalls um die Gestaltung des Sickter Marktes, der momentan mit Autos zu- gestellt ist.“ Bezüglich des alten Edeka-Geländes habe der Gemeinderat eine Veränderungssperre erlassen, um zunächst für die Ortsmitte eine städtebauliche Planung entwickeln zu können. „Die Eigentümerin des Grundstückes möchte dort einen Discounter errichten. Demgegenüber könnte die Gemeinde öffentliche Interessen geltend machen, die eine anderweitige Nutzung vorsehen. In diesem Fall wäre eine Interessenabwägung vorzunehmen.“

Auf der kommenden Ratssitzung im März solle nun ein Planungsbüro beauftragt werden, für den Bereich „Ortsmitte“ eine städtebauliche Planung zu entwickeln. „Die grüne Fraktion setzt sich dafür ein, die Veränderungssperre beizubehalten und eine städtebauliche Planung für den gesamten Bereich der Ortsmitte zu beschließen und durchzuführen. Die Ergebnisse werden dann geprüft und das Handeln der Gemeinde Sickte daraus abgeleitet“, machte Karlheinz Pfeiff deutlich. Michael Boos unterstrich: „Es muss geprüft werden, ob es realisierbare und rechtlich tragfähige Alternativen zum Bau eines Discounters gibt.“ „Wir Grüne stellen uns eine anderweitige Nutzung vor“, betonte Michael Ratzkowsky.

Diese Einschätzung wurde von den Besucherinnen und Besuchern des „Grünen Dialogs“ geteilt: „Wir brauchen keinen weiteren Discounter. Was wir brauchen, ist mehr Wohnraum, Gastronomie, eine Drogerie oder Reformhaus und Außenflächen mit Aufenthaltsqualität.“ Christiane Wagner, die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Samtgemeinderat, erläuterte: „Es gibt in der ganzen Samtgemeinde keine seniorengerechte Wohnbebauung.“ Der Vorschlag von Irmela Wrede, ein kombiniertes Gebäude mit Gastronomie sowie kleinen Läden im Erdgeschoss und senioren- und behindertengerechten Wohnungen zu errichten, stellte für die Anwesenden ein Modell dar, das für die Entwicklung Sicktes erstrebenswert sein könnte.

Fachkundige Teilnehmer an der Veranstaltung machten deutlich, dass es erhebliche rechtliche Hürden für eine Einschränkung des Eigentumsrechtes an der Verwertung des Grundstückes gibt. Es bestand Einigkeit dahingehend, dass mögliche Alternativen und Spielräume in Gesprächen mit der Grundstückseigentümerin erörtert werden sollten.

Weiterhin wurde in der Diskussion darauf hingewiesen, dass sich die Gestaltung nicht darauf beschränken sollte, Einzelmaßnahmen zu realisieren: „Wir benötigen eine Gesamtstrategie: Wo wollen wir mit der Ortsmitte hin? Was für Ziele definieren wir? Erst daraus lassen sich konkrete Spielregeln und Projekte ableiten.“ Wichtig sei auf jeden Fall auch, so ein weiterer Teilnehmer, eine Strategie für die Gestaltung der Bahnhofstraße zu entwickeln.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen freut sich weiterhin über Ideen zur Gestaltung der Ortsmitte und bietet Interessierten an, in einem Newsletter per E-Mail über die weitere Entwicklung zu informieren. Kontakt: Holger Barkhau, Tel. 05305 416881,
h.barkhau@remove-this.gruene-wf.de.

Holger Barkhau

 



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