Grüner Dialog in Evessen

„Unsere Nahrung – gesund und regional“

Zum jüngsten Grünen Dialog der Grünen in der Samtgemeinde Sickte konnte die Sprecherin Christiane Wagner-Judith gleich mehrere Referenten begrüßen. Heiner Schrobsdorff von Slow Food Braunschweiger Land stellte die Prinzipien des Vereins vor: gutes, sauberes und faires Essen. Gutes Essen bedeutet wohlschmeckend und nahrhaft, frisch, gesundheitlich einwandfrei und die Sinne anregend, also das Gegenteil von Fast Food. Die Nahrungsmittel sollen so produziert werden, dass die Ressourcen der Erde, die Ökosysteme und die Umwelt nicht belastet werden. Fair im Sinne von Slow Food heißt angemessene Bezahlung und faire Bedingungen für alle, von der Erzeugung über den Handel bis zum Verzehr. Besonderes Interesse der ZuhörerInnen fanden die Veranstaltungen, die Slow Food vor Ort anbietet, z.B. „Saisonale Genüsse aus dem Braunschweiger Land“ (Informationen unter www.slowfood.de/slow_food_vor_ort/braunschweiger_land).

Hilmar Nagel und seine Tochter Lea Nagel informierten über SOLAWI, die Solidarische Landwirtschaft, und ihren Betrieb in Groß Dahlum. Bei diesem Modell engagieren sich die Verbraucher als Mitglieder mit einem Jahresbeitrag und bekommen dafür von April bis Dezember wöchentlich frisches Obst und Gemüse. Die Produkte werden vom Demeter-Hof an Verteilstationen in Braunschweig und Wolfenbüttel geliefert. Die Kunden einer Station organisieren die weitere Verteilung selbstständig. Es gibt bei diesem System kaum Lebensmittelverluste, da es keine „Schönheits“-Handelsnormen gibt. Die Landwirte haben ein gesichertes Einkommen und können ihre Angestellten fair entlohnen. Das Anbaurisiko teilt sich die Gemeinschaft. Familien mit Kindern schätzen die Möglichkeiten der gemeinsamen Obsternte und des Kartoffelrodens mit anschließendem Lagerfeuer. So entsteht es eine enge Verbindung zwischen Erzeugern und Konsumenten. Der SOLAWI-Hof in Groß Dahlum bietet regelmäßig Hofführungen an, bei denen man sich weiter informieren kann (Informationen unter www.solawi-dahlum.de).

Vielen Gästen des Abends war der Biobäcker aus Evessen, Stefan Barth, durch seinen Laden „Brot und Wein“ schon gut bekannt. Aber auch ihnen konnte er Interessantes über den Aufbau des Getreides und den Unterschied zwischen handwerklich hergestelltem Biobrot und industriemäßig erzeugte Massenwaren aufzeigen. Das Getreide bezieht Stefan Barth aus Evessen und Eilum. Es wird täglich auf seiner Steinmühle frisch gemahlen. Die Zutaten für die Brotherstellung sind neben dem Vollkornmehl nur Sauerteig, Wasser und Meersalz. Im Laden gibt es viele verschiedene Sorten Backwaren und für einige seiner Produkte wurde Stefan Barth mit Goldmedaillen ausgezeichnet. Da die Zuhörer des Grünen Dialogs Interesse daran zeigten, die Bäckerei zu besichtigen, werden die Sickter Grünen nach den Sommerferien eine Führung in der Bäckerei mit Backen organisieren (Informationen unter www.die-bio-bäckerei-am-elm.de).

Holger Barkhau

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