Sickter Grüne kritisieren Ratsmehrheit

Kein Platz für Jugendliche?

„Leider sieht es so aus, als ob die Jugend in Sickte auch in Zukunft stiefmütterlich behandelt wird“, mit dieser wenig optimistischen Prognose sieht der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Sickte, Holger Barkhau, der kommenden Sitzung des Gemeinderates Sickte am kommenden Dienstag (21.10, 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Apelnstedt, öffentlich) entgegen. „All unsere Initiativen, mehr Räume für Jugendliche zur Verfügung zu stellen, werden von den anderen Fraktionen entweder abgelehnt oder durch unrealistische Beschränkungen verhindert.“ So solle der im Prinzip befürwortete Skaterplatz nach der ohnehin auf ein Minimum reduzierten Planung lediglich mit maximal 5.000 Euro bezuschusst werden. Zudem dürfen keine Folgekosten entstehen. „Das ist faktisch eine Beerdigung dieses Projektes,“ bilanziert Holger Barkhau.

Auch die weitere Initiative der Grünen, nämlich mit dem Landkreis Wolfenbüttel über die Freigabe des Kleinfußballfeldes und des Hartplatzes am Schulsportplatz zu verhandeln und dafür als Gemeinde für eventuell entstehende Schäden aufzukommen, wird voraussichtlich im Gemeinderat abgelehnt werden. „Von einem Jugendraum oder dem Einsatz eines Jugendpflegers ist ohnehin gar nicht mehr die Rede“, kritisiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Boos. „Für eine Gemeinde der Größenordnung Sicktes ist das kaum vorhandene Angebot für ältere Kinder und Jugendliche ein Trauerspiel“, unterstreicht Ratsmitglied Karlheinz Pfeiff. Andre Hinrichs ergänzt: „Jugendliche brauchen ebenso wie kleine Kinder und Erwachsene Plätze, wo sie sich aufhalten dürfen und wo sie ihrem Erlebnis- und Bewegungsdrang nachkommen können.“ „Wenn wir in Zukunft gesellschaftliche Folgekosten wie psychische und soziale Auffälligkeiten, Vandalismus, Suchtgefährdung, Kriminalität und Gleichgültigkeit verhindern wollen, muss uns die Jugend heute etwas wert sein“, fasst Holger Barkhau zusammen. „Hier sehen wir im Sickter Rat außerhalb der grünen Fraktion jedoch keine ernsthafte Bereitschaft.“

Holger Barkhau

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