20.01.2012

Asse II – die Vorbereitungen zum Herausholen müssen beschleunigt werden

Foto: Heiko Judith, Petra Riedel, Stefan Wenzel und Michael Fuder im Gespräch

Bei einem gut besuchten Informations- und Diskussionsabend der Sickter Grünen im Rittersaal des Herrenhauses in Sickte forderte Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Niedersächsischen Landtag, die Vorbereitungen zum Herausholen des Atommülls zu beschleunigen. Der neue Landesumweltminister Birkner müsse jetzt gemeinsam mit dem Bundesumweltminister Röttgen dafür sorgen, dass die Rückholung schnell angegangen werden kann. Den vielen Versprechungen der letzten Zeit müssten nun endlich Taten folgen. Dafür sei kein neuer Staatssekretär erforderlich, sondern eine intensive Zusammenarbeit des Landesumweltministeriums und des Bundesumweltministeriums mit dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Das BfS muss personell so ausgestattet werden, dass die zahlreichen Einzelschritte zur Faktenerhebung und zur Vorbereitung der Rückholung parallel bearbeitet werden können. Außerdem ist die notwenige Bergetechnik rechtzeitig bereitzustellen. Ein Prozessmanagement, wie dies in der Industrie üblich sei, ist rund um die Asse vonnöten. Auch die Asse GmbH als Betreiber des Asse-Schachtes muss personell auf den erforderlichen Stand gebracht werden.

Michael Fuder und Heiko Judith, die im Asse-II-Koordinationskreis und in der Asse-begleitgruppe intensiv am Thema Asse II arbeiten, ergänzten die Ausführungen und beantworteten die vielen Fragen des Publikums. Sie führten aus, dass sich nach den neuesten Messungen im Schacht die Stabilität nicht erheblich verschlechtert habe. Das Bergwerk sei nicht einsturzgefährdet. Die stabilisierende Verfüllung von Hohlräumen mit Beton habe sich bewährt und werde fortgesetzt. Außerdem sei der Bau eines zweiten Schachtes erforderlich, um die Bergung des Atommülls durchzuführen und die Strahlenbelastung der Beschäftigten gering zu halten. Auch hierfür sind Planungszeiten angedacht, die dem Erfordernis der zügigen Rückholung entgegenstehen. Die Referenten teilten die Forderung der Besucher, dass die erforderlichen Genehmigungen in einem beschleunigten Verfahren unter Beibehaltung des Atomrechts und unter Einbindung der Region über die Asse-Begleitgruppe erfolgen sollen.

Petra Riedel, die Kandidatin von SPD und Bündnis90/Die Grünen für die Wahl zum Samtgemeinde-bürgermeister in Sickte, nutzte die Möglichkeit, um sich über die aktuelle Situation der Asse und die Arbeit der Asse-Begleitgruppe zu informieren, in der auch die Samtgemeindebürgermeister mitarbeiten.



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