27.04.2022

Bank gegen Rassismus aufgestellt

Foto privat: Einweihung der "Bank gegen Rassismus" auf dem Sickter Markt unter großer Beteiligung

„Kein Platz für Rassismus und Rechtsextremismus in Sickte“

„In Sickte hat Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus keinen Platz“, fasste Bürgermeister Ingo Geisler den Konsens aller Anwesenden an der Einweihung der „Bank gegen Rassismus“ auf dem Sickter Markt zusammen. Ingo Geisler und Samtgemeindebürgermeister Marco Kelb bedankten sich bei den Initiatoren für ihr Engagement und die Spenden, die die Aufstellung der Bank ermöglicht haben. „Die Bank setzt ein starkes Zeichen gegen Rassismus in der Samtgemeinde Sickte“, betonte Marco Kelb.

Nach mehreren rassistisch motivierten rechtsextremen Vorfällen im vergangenen Jahr hatte Ratsherr Michael Kohl (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) die Initiative ergriffen und Spendenmittel für eine „Bank gegen Rassismus“ in Sickte eingeworben. Unter anderem wurden an vielen Stellen in Sickte rassistische und neonazistische Zeichen gesprüht sowie Menschen mit Migrationsgeschichte und Behinderung belästigt und bedroht. Mit der „Bank gegen Rassismus“ soll deutlich werden, dass die Samtgemeinde Sickte für Vielfalt und Solidarität steht. „Ich danke allen Spenderinnen und Spendern, dem Rat der Gemeinde Sickte sowie Bürgermeister Geisler und Samtgemeindebürgermeister Kelb dafür, dass sie das Projekt unterstützt und somit die heutige Aufstellung der Bank ermöglicht haben“, erklärte Michael Kohl in einer Eröffnungsrede.

Die Bänke gegen Rassismus werden von der Baugruppe der Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V. gebaut. Das Projekt wird vom Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt Braunschweig e.V gemeinsam mit lokalen Netzwerkpartnern und Firmen organisiert.

An der Einweihung beteiligten sich neben den Spenderinnen und Spendern auch Vertreterinnen und Vertreter von MiteinanderBUNT e.V. und der Seebrücke Wolfenbüttel. Während sich MiteinanderBUNT e.V. seit Jahren für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen geflüchteter Menschen in der Samtgemeinde Sickte engagiert, setzt sich die Seebrücke Wolfenbüttel für eine progressive Migrationspolitik im ländlichen wie städtischen Raum ein. Aus Anlass der rechtsextremen Vorfälle gestaltete die Seebrücke zudem ein Graffitibild am Backhausweg in Sickte, das am Donnerstag, 5.5., um 14 Uhr am Backhausweg der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

21.01.2022

GRÜNE-Ratsfraktion für mehr Schulwegsicherheit

Foto (privat): Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und ihre Bürgervertreterinnen und -vertreter beim Ortstermin, der Querungshilfe vor der Grundschule in Sickte (von links): Holger Barkhau, Michael Kohl, Jantje Letas, Maren Battenberg, Sabine Kohl, Jan Lürken

Tempo 30 und Verlegung der Bushaltestelle

„Wir unterstützen die Bemühungen der Elternvertretung der Sickter Grundschule den Schulweg für die Schülerinnen und Schüler sicherer zu gestalten“, erklärt Jantje Letas, Mitglied der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sickter Gemeinderat. „Aus diesem Grund werden wir zwei Anträge einbringen, die es den Kindern erleichtern sollen, gefahrloser eigenständig den Weg zwischen dem Zuhause und der Schule zurückzulegen.“

„Die zulässige Geschwindigkeit im Bereich der Grundschule soll auf 30 km/h beschränkt werden. Diese Maßnahme schränkt Autofahrerinnen und Autofahrer minimal ein, macht jedoch für die Kinder die Verkehrssituation viel besser überschaubar und abschätzbar“, ergänzt Fraktionsmitglied Jan Lürken. Er weist darauf hin, dass diese Geschwindigkeitsbeschränkung nur in Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde vorgenommen werden kann. Der Gemeinderat kann durch eine entsprechende Empfehlung lediglich einen entsprechenden Impuls geben und Gespräche seitens der Verwaltung initiieren.

Fraktionsmitglied Michael Kohl erläutert den zweiten Antrag: „Die Bushaltestelle am Sickter Markt sollte weg von der Querungshilfe verlegt werden. Es kommt immer wieder vor, dass Fahrzeuge verkehrswidrig links an der Querungshilfe vorbeifahren, wenn an der Haltestelle ein Bus hält. Dieses Verhalten der Fahrzeugführerinnen und -führer ist sehr gefährlich, da Fußgängerinnen und Fußgänger, die die Fahrbahn an der Querungshilfe überqueren, nicht mit Autos auf der falschen Fahrbahnseite rechnen können.“ Fraktionssprecherin Maren Battenberg begründet den Antrag der GRÜNEN-Fraktion: „Durch eine Verlegung der Bushaltestelle werden Fahrzeuge nicht mehr verkehrswidrig an der Querungshilfe vorbeifahren. Für die Schulkinder wird die Fahrbahnüberquerung dadurch überschaubarer und sicherer.“

Die Anträge der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden demnächst zunächst im zuständigen Ratsausschuss beraten. Die GRÜNEN hoffen, dass sie auch Unterstützung bei den anderen Fraktionen finden werden.

13.12.2021

GRÜNE Gemeinderatsfraktion in Sickte stellt Antrag

„Gendergerechte Sprache in der Geschäftsordnung verwenden“

Die grüne Ratsfraktion im Gemeinderat Sickte hat beantragt, die Geschäftsordnung des Rates künftig in gendergerechter Sprache abzufassen. Bei Geschlechtsbezeichnungen soll zukünftig nicht nur die männliche Form (z.B. der Bürgermeister, die Zuhörer) verwendet werden. Stattdessen sollen entweder geschlechtsneutrale Begriffe (z.B. das Ratsmitglied, die Zuhörenden) verwendet oder die geschlechtliche Vielfalt durch das Gendersternchen (z.B. Bürgermeister*in, Redner*innen) deutlich gemacht werden.

Das grüne Ratsmitlied Jan Lürken erläutert: „Das bisher meist gebrauchte sogenannte generische Maskulinum bewirkt eine Festigung von Geschlechterrollen. Die mangelnde Sichtbarkeit der weiblichen Formen in der Sprache hat Auswirkungen auf die gedanklichen Bilder, die das Gelesene hervorruft und somit auch auf Entscheidungen (z.B. für oder gegen bestimmte Formen der Beteiligung).“

Die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN-Fraktion Maren Battenberg weist darauf hin, dass auch im Sickter Gemeinderat eine gravierende geschlechterbezogene Ungleichheit festzustellen ist: „Nur 5 der 19 Ratsmitgliedern sind Frauen, das sind gerade mal 26%. Politik wird noch viel zu häufig als „Männerangelegenheit“ wahrgenommen. Nur bei der grünen Fraktion wurde das Ziel – die 50%ige Frauenquote - erreicht. Mit unserem Antrag wollen wir einen Beitrag für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Gemeinde Sickte leisten.“

 

10.12.2021

Jahreshauptversammlung der Sickter GRÜNEN

Foto privat: Die neue Vorstand der Sickter GRÜNEN bei seiner konstituierenden Online-Sitzung (von oben links): Christiane Wagner-Judith, Carsten Marowsky-Brée, Holger Barkhau, Michael Kohl, Michael Ratzkowsky, Robert Friese, Wolfgang Busch. Es fehlen Michael Boos und Michael Fuder.

Mit neuem Vorstand für Klimaschutz und Gerechtigkeit streiten

Auf der Jahreshauptversammlung der Ortsverbandes Samtgemeinde Sickte von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Beekehus Dettum konnten die Anwesenden auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2021 zurückblicken: „Die Zahl unserer Mitglieder erhöhte sich in den letzten beiden Jahren um 55 Prozent“, erläuterte Christiane Wagner-Judith. „Der Ortsverband hat nunmehr 31 Mitglieder. Auch bei den Kommunalwahlen konnten die GRÜNEN deutlich zulegen. Wir sind nunmehr in allen Räten in der Samtgemeinde Sickte vertreten und haben im Kreistag, im Samtgemeinderat und in allen Gemeinderäten größere Fraktionen als in der vorherigen Wahlperiode. Diese Wahlergebnisse sind sowohl Bestätigung für unsere bisherige politische Arbeit als auch Auftrag für die Zukunft.“

Bei der Vorstandswahl konnte erreicht werden, dass jede Gemeinde im neuen Vorstand vertreten ist. Bei der konstituierenden Vorstandssitzung wurde Holger Barkhau  (Sickte) zum neuen Sprecher des Ortsverbandes gewählt. Christiane Wagner-Judith (Gilzum) ist stellvertretende Sprecherin, Michael Ratzkowsky (Sickte) wurde in seinem Amt als Kassenwart bestätigt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Michael Boos (Hötzum), Carsten Marowsky-Brée (Erkerode), Michael Kohl (Sickte), Dr. Wolfgang Busch (Dettum), Robert Friese (Veltheim) und Michael Fuder (Erkerode).

Als Schwerpunktthemen im Jahr 2022 wollen die Sickter GRÜNEN sich mit den Themen Klimaschutz, Natur- und Artenschutz, Rechtsextremismus und der Flüchtlingskrise auseinandersetzen. Auch themenbezogene Aktivitäten wie eine Radtour oder eine Wanderung sind vorgesehen – sofern die Pandemiebedingungen dieses zulassen. Im Bedarfsfall werden Veranstaltungen auch als Online-Veranstaltungen geplant.

„Der Einfluss der GRÜNEN ist größer denn je, in den Kommunen ebenso wie in der neuen Bundesregierung. Und im Jahr 2022 streben wir auch wieder eine Regierungsbeteiligung im Land Niedersachsen an“, erklärt Holger Barkhau. „Angesichts der großen Herausforderungen - effektiver Klimaschutz, globale soziale Gerechtigkeit und  verantwortungsvoller Umgang mit der Pandemie - ist ein starkes grünes Gewicht auch nötiger denn je. Wir laden Interessierte dazu ein, uns dabei zu unterstützen und bei den Sickter GRÜNEN mitzumachen.“

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